Im Januar habe ich diese sehr häufige Installation entfernt: sie schwächte die Gartenvögel ohne dass ich es wusste

Im Januar habe ich eine Futterstelle entfernt, die ich für eine grosse Hilfe hielt, doch sie schwächte die Gartenvögel, ohne dass ich es wusste. Überraschenderweise kann die gängigste Art, unseren gefiederten Freunden zu helfen, sie tatsächlich in Gefahr bringen. Wie konnte eine gut gemeinte Geste zu einem solchen Problem werden, und welche unglaublich einfache Änderung hat alles zum Besseren gewendet? Tauchen Sie mit mir in eine Entdeckung ein, die meinen Garten und das Leben seiner kleinen Bewohner für immer verändert hat.

Warum unsere Gartenvögel im Winter wirklich am Limit sind

Der Winter ist für die Tierwelt eine harte Zeit. Der Rückgang der Insektenpopulationen, der in den letzten zwanzig Jahren auf fast 60 % geschätzt wird, beraubt die Vögel eines grossen Teils ihrer natürlichen Nahrungsquelle. Harte Winter können die Bestände kleiner Singvögel zusätzlich um etwa 50 % reduzieren, was die Situation für diese empfindlichen Geschöpfe noch prekärer macht.

Anna Schmidt, 45, Lehrerin aus Hamburg, teilt ihre Erfahrung: «Ich dachte, ich tue den Vögeln etwas Gutes, aber als ich einen kränklich aussehenden Grünfink am Futtertisch sah, brach es mir das Herz. Mir wurde klar, dass meine Hilfe vielleicht Teil des Problems war.» Diese Erkenntnis spiegelt die unsichtbare Gefahr wider, die an vielen Futterstellen lauert und das Wohlbefinden der Vögel gefährdet.

Die Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) betont, wie wichtig zusätzliches Futter ist, besonders bei Kälteeinbrüchen. Es ist auch eine grossartige Möglichkeit, die Vögel in den Garten zu locken, um sie für die grosse Gartenvogelzählung Ende Januar vorzubereiten. Diese gefiederten Freunde sind auf unsere Unterstützung angewiesen.

Die unsichtbare Gefahr flacher Futtertische

Das Hauptproblem sind die sehr beliebten, flachen Futtertische. Sie konzentrieren viele verschiedene Vogelarten auf engstem Raum. Dort vermischen sich feuchtes Futter und Vogelkot, was die Ausbreitung von Krankheitserregern begünstigt und eine ernste Bedrohung für die Vögel darstellt.

Eine dieser Krankheiten ist die Trichomonose, die durch Speichel oder verunreinigtes Saatgut übertragen wird. Sie hat die Grünfinkenpopulation im Vereinigten Königreich um erschreckende 66 % dezimiert und diese Vogelart auf die rote Liste gefährdeter Arten gebracht. Auch die Salmonellose, die durch Kot und verrottende Samen entsteht, und die Vogelpocken verbreiten sich bei solchen Ansammlungen rasant.

Angesichts dieses ernsten Risikos hat die RSPB sogar den Verkauf ihrer eigenen Futtertische vorübergehend eingestellt, um deren Rolle bei der Krankheitsübertragung genau zu untersuchen. Dies zeigt, wie wichtig es ist, die Art und Weise, wie wir die Vögel füttern, zu überdenken.

Die einfache Änderung, die meine gefiederten Besucher schützt

Nachdem ich diese Warnungen gelesen hatte, habe ich meinen flachen Futtertisch sofort weggeräumt. Es war eine einfache, aber wirkungsvolle Entscheidung zum Schutz der kleinen Sänger. An seiner Stelle habe ich hängende Futterspender und ein kleines, erhöhtes Tablett installiert, das viel leichter sauber zu halten ist.

Diese neue Anordnung verhindert, dass die Vögel im Futter herumlaufen und es mit Kot verunreinigen. Die geflügelten Akrobaten müssen nun etwas mehr Geschick beweisen, um an die Körner zu gelangen, was auch für eine natürlichere Futteraufnahme sorgt.

Was jetzt auf dem Speiseplan steht

Die RSPB empfiehlt geeignete Mischungen. Die Vögel lieben Samen und Getreide wie Nigersamen, Hirse, Hafer und Sonnenblumenkerne. Auch Essensreste können eine willkommene Ergänzung sein, aber mit Bedacht.

Obst, insbesondere beschädigte Äpfel und Birnen, wird von Drosseln und Amseln sehr geschätzt. Küchenreste wie Gebäck, gekochter Reis oder Semmelbrösel sollten nur in sehr kleinen Mengen und nur gelegentlich angeboten werden, um die Gesundheit der Vögel nicht zu gefährden.

Meine neue Routine besteht aus wenigen einfachen Handgriffen: Ich habe ein oder zwei hängende Silos für Samen und Talgkugeln aufgestellt, biete eine flache Schale mit täglich frischem Wasser an und habe ein niedriges, sauberes Tablett für Amseln und Rotkehlchen reserviert. Jeden Tag entferne ich Futterreste und wasche die Halterungen wöchentlich.

EigenschaftFlacher Futtertisch (Alt)Hängende Futterspender (Neu)
HygieneSchlecht (Futter und Kot vermischen sich)Gut (Futter bleibt sauber und trocken)
KrankheitsrisikoHoch (Trichomonose, Salmonellose)Gering (weniger direkter Kontakt der Vögel)
Geeignete VogelartenGrosse und kleine VögelEher für kleine, wendige Vogelarten
ReinigungsaufwandAufwendig und oft vernachlässigtSchnell und einfach durchzuführen

Das Ergebnis ist verblüffend: Die Spatzen kommen immer noch in Scharen, die Stieglitze streiten sich um die Sonnenblumenkerne, und das Rotkehlchen geniesst das niedrige Tablett, ohne mit dem Kot anderer Vögel in Berührung zu kommen. Das Futter bleibt trocken, und es sammelt sich weniger Abfall an. So kann ich die Vögel weiterhin füttern und gleichzeitig das Krankheitsrisiko minimieren.

Mehr als nur Füttern: So wird Ihr Garten zur Vogel-Oase

Im Zuge meiner Umstellungen habe ich mich auch für den Big Garden Birdwatch angemeldet, eine von der RSPB organisierte Vogelzählung. Zwischen Freitag, dem 23. und Sonntag, dem 25. Januar 2026, nahm ich mir eine Stunde Zeit, um alle Vogelarten zu notieren, die meinen Garten besuchten.

In nur sechzig Minuten zählte ich zweiundzwanzig Vögel, darunter Spatzen, ein Rotkehlchen, eine Amsel, eine Kohlmeise und zwei Tauben. Bis zum Mittag des 23. Januar waren landesweit bereits 80.797 Gartenvögel registriert worden. Selbst ein kleiner Stadtgarten oder ein Balkon wird so zu einem wichtigen Teil eines grossen wissenschaftlichen Puzzles, das hilft, die Populationen unserer Vögel zu verstehen.

Diese Aktion zeigt, dass jeder einen Beitrag zum Schutz der Vögel leisten kann, indem er seine Beobachtungen teilt. Es ist eine wunderbare Möglichkeit, die zwitschernden Besucher nicht nur zu füttern, sondern auch aktiv zu ihrem Schutz beizutragen.

Eine Hecke als Windschutz und Speisekammer

Um mehr als nur Samen anzubieten, bereite ich auch die Zukunft vor. Zwischen November und März pflanze ich eine filternde Hecke aus Haselnuss, Schneeball, Weissdorn und Hartriegel. Sie ist gegen die West- und Nordwinde ausgerichtet und steht in einem Abstand vom Haus, der dem Drei- bis Fünffachen ihrer erwarteten Höhe entspricht.

Diese natürliche Barriere lässt einen Teil der Luft durch, schafft aber ein Mikroklima, in dem die Vögel Beeren und geschützte Sitzplätze finden. Ein oft zitierter Spruch fasst es schön zusammen: «Eine gut platzierte Hecke bricht den Wind und nährt das Leben im Garten.»

Zusätzlich platziere ich die Futterspender weit weg von Fenstern, um Kollisionen zu vermeiden. Ich reinige sie regelmässig zwischen November und März und stelle immer eine flache Wasserstelle in der Nähe zur Verfügung, was für die Himmelsboten besonders wichtig ist. So wird mein Garten zu einem sicheren Hafen für alle Vögel.

Warum sind flache Futtertische für Vögel gefährlich?

Flache Futtertische sind gefährlich, weil sich dort Futter und Vogelkot vermischen. Dies schafft einen Nährboden für Krankheitserreger wie Trichomonose und Salmonellose, die sich schnell unter den Vögeln ausbreiten, die sich auf engem Raum versammeln.

Welches ist das beste Futter für Gartenvögel im Winter?

Das beste Futter für Vögel im Winter ist energiereich. Dazu gehören Sonnenblumenkerne, Nigersamen, Talgkugeln und Erdnüsse. Vermeiden Sie Brot, da es wenig Nährwert hat und schädlich sein kann. Kleine Mengen Obst oder gekochter Reis sind ebenfalls geeignet.

Wie oft sollte ich meine Vogelfutterspender reinigen?

Idealerweise sollten Futterspender einmal pro Woche gründlich gereinigt werden. Verwenden Sie heisses Wasser und eine Bürste. Alte Futterreste sollten täglich entfernt werden, um Schimmelbildung und die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern.

Ist es sinnvoll, Vögel das ganze Jahr über zu füttern?

Die Fütterung ist im Winter am wichtigsten, wenn die natürliche Nahrung knapp ist. Wasser sollte jedoch das ganze Jahr über angeboten werden, besonders bei Trockenheit und Frost. Eine moderate Fütterung im Sommer kann ebenfalls hilfreich sein, insbesondere für Vögel, die ihre Jungen aufziehen.

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